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Tag der offenen Betriebstür in Bad Driburg

Am 18.03.17, von 9.00 bis 14.00 Uhr, findet zum ersten Mal in Bad Driburg der „Tag der offenen Betriebstür“ statt. An diesem Tag besuchen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Gesamtschule Bad Driburg-Altenbeken, des Gymnasiums St. Xaver und des Gymnasiums St. Kasper zusammen mit ihren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten Unternehmen vor Ort, um gemeinsam einen Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld zu bekommen.

Die AWO informiert im AWO-Familienzentrum in der Mühlenstraße über Beschäftigungsmöglichkeiten im sozialen Bereich.

In der Tandemklasse lernen auch Eltern

Neue Westfälische vom 10.12.2016

Zwischenbilanz: Projekt hat bei Schülern der Sekundarschule die erhoffte Wirkung gezeigt.
Kinder mit schwierigen Lebensumständen erreichen selbstgesteckte Ziele und werden selbstständiger

„Es tut einfach gut, zu sehen, wie positiv sich die Schüler entwickeln“. Damit bringt es Claudia Güthoff, Leiterin der Sekundarschule Warburg, auf den Punkt, worüber sich bei einem Treffen mit Landrat Friedhelm Spieker, Burghard Lehmann von der Familie-Osthushenrich-Stiftung, Klaus Braun von der Stadt Warburg und Wolfgang Kuckuk vom AWO-Kreisverband alle einig waren: „Die im letzten Jahr eingerichtete Tandemklasse ist ein Erfolg, die Schüler mit ihren Eltern gemeinsam besuchen“, so Gütthof.

Der Kreis Höxter habe das Pilotprojekt auf den Weg gebracht, um die Kinder zu fördern, bei denen schwierige Lebensumstände einen schulischen Erfolg negativ beeinflussen könnten. „Wer später im Beruf erfolgreich sein will, braucht erst einmal einen Schulabschluss“, sagt Landrat Spieker, „deshalb ist es ein wichtiger Schritt, den jungen Menschen mit der Förderung sozialer Kompetenzen beim Start in ein selbstverantwortliches Leben zu helfen“. Umso erfreulicher sei es deshalb, dass die Dokumentation des Pilotprojektes konkrete Erfolge aufweise.

„Wir können eindeutig beobachten, dass die Kinder selbstständiger werden. Auch das Verhältnis der Eltern zur Schule hat sich verbessert“, zieht Claudia Güthoff Bilanz. „Manchmal wissen Eltern einfach nicht, wie sie ihren Kindern helfen können. Da hilft es schon, wenn sie erleben, dass es anderen Eltern genauso geht.“ Der gemeinsame Unterricht mit ihren Kindern in der Tandemklasse habe dafür gesorgt, dass Vertrauen aufgebaut und somit eine wertschätzende und respektvolle Grundhaltung erreicht werden konnte. Diesen Aspekt unterstreicht auch Erster Beigeordneter Klaus Braun. „Die Eltern haben erkannt, wie wichtig Schule ist.“

„Wir wollen solche Projekte, die auch bei den Kindern ankommen“, macht Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Familie-Osthushenrich-Stiftung, deutlich. Mit knapp 20.000 Euro hat die Gütersloher Stiftung erheblich dazu beigetragen, das Pilotprojekt zu realisieren. „Wir sehen eine große Chance, dass die geförderten Kinder später in die duale Ausbildung gehen“, so Lehmann. „Die Stiftung hilft uns bei der Aufgabe, alle Kinder mitzunehmen“, spricht Landrat Spieker seinen Dank aus. Dabei sei Prävention „der beste Weg, auch wenn wir als Kreis für dieses Projekt 30.000 Euro in die Hand nehmen müssen“. Als neuer Partner im Boot sieht auch Wolfgang Kuckuk, Geschäftsführer des Kreisverbandes Höxter der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das vorbeugende Eingreifen als optimal: „Wir können beobachten, dass manche Kinder schulmüde sind, weil sie zu Hause keine Unterstützung erfahren.“ Die gemeinsame Herausforderung in der Tandemklasse verbinde. „Somit schwindet die Gefahr, dass wir es später mit Schulverweigerern zu tun haben“, hält Kuckuk fest. Die AWO übernimmt die sozialpädagogische Betreuung des Projektes vom Verein In Via Paderborn.