Mehr Raum für Senioren

Westfalenblatt vom 11.11.2017

Neuer Anbau in AWO-Begegnungsstätte für Pflegebereich

Bad Driburg (tig). Pflege braucht Planung, und Planung braucht Platz – den hat sich der AWO Ortsverein Bad Driburg jetzt geschaffen. Ein Anbau auf der ehemaligen Terrasse der Begegnungsstätte soll zukünftig als Besprechungs- und Planungsraum genutzt werden. Außerdem kann der AWO-Altentreff dort besser als zuvor zusammenkommen – den obligatorischen »Rollatorparkplatz« gibt’s auch.

Ein halbes Jahr Bauzeit haben der Anbau und die Umstrukturierung der anschließenden Räume benötigt. Anstatt der zwei großen Büros gibt es dort zwei kleinere sowie eine Küche, in der Platz für Gehhilfen eingeplant wurde.

»Die Zahl der bedürftigen älteren Menschen steigt stetig an. Der Entwicklung müssen auch wir uns anpassen«, sagte Kreisverbands-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kuckuck bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten am Freitag.

Da ein großer Anteil älterer und pflegebedürftiger Menschen bis ins hohe Alter in einer vertrauten Umgebung leben wolle, müssten die entsprechenden Unterstützungsleistungen daher vor Ort gewährleistet werden. Also hat der AWO-Kreisverband die Leistungen für Senioren in einer eigenen Abteilung zusammengefasst. Diese befindet sich nun im Erdgeschoss der Bad Driburger AWO-Begegnungsstätte.

Das Team der Abteilung Pflege wird seit März dieses Jahres durch den zusätzlich eingestellten Pflegedienstleiter Marian Suska verstärkt. Der Kreisverband hat außerdem einen Fachdienst für Inklusion eingerichtet. Die Koordinationsfachstelle für Schulbegleitungen unterstützt Familien mit Kindern, die aufgrund einer Behinderung oder Entwicklungsstörung beim Schulbesuch eine Begleitung benötigen. Schwerpunkte dabei sind die Unterstützung der Eltern bei Antragstellungen und die Kooperation mit Schulen und Kostenträgern. Seit 20 Jahren gibt es die AWO als Anlaufstelle für Bedürftige in Bad Driburg.

Zonta spendet 12 000 Euro

Westfalenblatt vom 20.10.2017
Von Elisabeth Affani

Handtaschenbörse und Konzert: Erlös für Frauenberatungsstelle

Höxter (WB). Zonta macht die Taschen voll für den guten Zweck: 11 000 Euro haben die Damen des Serviceclubs beim Benefiz-Handtaschenverkauf während des Huxori-Marktes in Höxter erwirtschaftet. Der Erlös wurde an die AWO für ihr Frauenberatungsprojekt übergeben.

Die großzügige Spende konnte der Club sogar um 1000 weitere Euro aufstocken: Diesen Erlös hatte das traditionelle Zonta-Benefizkonzert auf dem Kulturgut Holzhausen im September erbracht (Bericht vom 19. September). Das kulturelle Glanzlicht hat in jedem Jahr einen festen Platz im Veranstaltungskalender des Zonta-Clubs.

Die Handtaschenbörse soll sich nach der Erfolgspremiere ebenfalls wiederholen: »Wir starten 2018 zum Huxori-Markt wieder durch«, kündigen die Zonta-Mitglieder an. Übrig gebliebene Taschen haben sie für das nächste Jahr verpackt. Natürlich hoffen sie, dass wieder viele Frauen für die zweite Auflage der Börse ihre Handtaschen spenden.

In diesem Jahr war die Resonanz auf den Spendenaufruf überwältigend: 1500 Handtaschen warteten im Ladenlokal des ehemaligen Geschäfts »Figura M« in der Stummrige Straße auf neue Besitzerinnen. Vom Schnäppchen bis zum Designerstück, von der Clutch bis zum Shopper, vom schlichten Allzweck-Modell bis zum schrillen Hingucker für besondere Anlässe blieb kein Wunsch offen. Die Einkaufslaune der Huxori-Besucherinnen war groß. Und die Freude an der frisch erworbenen Handtasche auch.

Sowohl die Käuferinnen, als auch die Spenderinnen der vielen Handtaschen haben die Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen unterstützt. Sie wurde vor zwei Jahren gegründet. Der Zonta-Club hat am Konzept mitgearbeitet und beteiligt sich mit jährlich 4000 Euro an der Finanzierung dieses Angebots.

Träger der Beratungsstelle ist die AWO. Kreisgeschäftsführer Wolfgang Kuckuk betonte bei der Spendenübergabe, dass das Beratungsangebot vor zwei Jahren ohne die Unterstützung des Zonta-Clubs nicht hätte etabliert werden können.

Zonta-Präsidentin Claudia Bonefeld dankt im Rückblick auf den Huxori-Markt den vielen Taschen-Spenderinnen, den einkaufsfreudigen Kundinnen und nicht zuletzt auch der Eigentümerin des Ladenlokals für ihre Unterstützung.

Fahrt zur Freilichtbühne Bökendorf

Der AWO-Ortsverein Bad Driburg bietet am 22.07.17 eine Fahrt zur Freilichtbühne Bökendorf an. Aufgeführt wird die Räuberkomödie „Das Wirtshaus im Spessart“. Los geht es ab 14.30 Uhr mit dem Bus ab Rathaus Bad Driburg. Zusätzliche Haltestellen sind nach Absprache möglich. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Nähere Informationen und Anmeldung ab sofort bei Gisela Galli Tel. 05253 3607 und bei Loretta Kleine 05253 4059740.

Eine berüchtigte Räuberbande lockt eine Grafentochter samt ihrer Zofe in das Wirtshaus im Spessart. Dort sollen die beiden festgehalten werden, bis der Graf ein Lösegeld überbringen lässt. Kurzerhand tauschen sie allerdings heimlich ihre Kleider mit zwei Handwerksburschen und können so entkommen.
Die Frauen informieren den Grafen, um ihre Helfer aus der Gefangenschaft zu befreien. Der geizige Graf denkt allerdings nicht im Traum daran. Also nimmt seine Tochter das Schicksal beherzt selbst in die Hand.
Dieses Schauspiel verspricht beste Unterhaltung und Überraschungen, mit denen niemand im Spessart gerechnet hätte.

Höherer Beratungsbedarf im Kreis

Neue Westfälische vom 05.04.2017
Von Elisabeth Affani

Arbeiterwohlfahrt: Die Beratungsstellen für Schwangerschaft, Partnerschaft und Sexualität legen ihren Jahresbericht vor

Bad Driburg. Jede Zahl, die der Jahresbericht 2016 der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bad Driburg und Höxter auflistet, ist keine rein mathematische Größe, sondern symbolisiert menschliche Schicksale. Auch in unserem scheinbar lückenlos aufgeklärten Zeitalter gibt es Menschen, insbesondere Frauen, die aufgrund besonderer Umstände ihre persönlichen Fragen und Probleme nicht allein lösen können und dankbar für eine professionelle Beratung sind. Die AWO-Beratungsstellen für Schwangerschaft, Partnerschaft und Sexualität legten dem Vorsitzenden des AWO-Präsidiums Paul Arens und dem Kreisvorstandsvorsitzenden Wolfgang Kuckuk sowie der Öffentlichkeit gestern den Jahresbericht 2016 vor.

Insgesamt 460 Beratungen mit 1.586 Beratungskontakten wurden durch das Team geleistet, das ist ein signifikanter Anstieg gegenüber den 417 Fällen im Jahre 2015.

Vor allem Schwangere suchen Ratdes AWO-Teams

Das Team besteht aus der Diplom-Sozialarbeiterin und Systemberaterin Beate Knievel-Boraucke, der Diplom-Sozialarbeiterin und Mate-Meo-Therapeutin Silke Niggemann-Boffer sowie der Erziehungswissenschaftlerin und Flüchtlingsberaterin Isabell Wintermeyer. Verstärkt wird das Team in der Verwaltung durch die Fremdsprachen-Korrespondentin Cornelia Göhmann-Dobrott, die den wichtigen Erstkontakt herstellt.

Vor allem Schwangere suchten den allgemeinen Rat des AWO-Teams, von den 400 Fällen sind 60 der Konfliktberatung zuzuordnen. Die meisten Frauen dieser Gruppe waren zwischen 22 und 26 Jahren alt. Die Beraterinnen haben es mit einer vielschichtigen Problematik zu tun, mit der physischen und psychischen Verfassung der Klientinnen ebenso wie mit ihrer familiären, beruflichen und/oder wirtschaftlichen Situation. Die betroffenen Frauen kamen in der Regel allein, aber auch mit ihrem Partner oder einer anderen Person in die Beratungsstellen.

Neben einer Schwangerschaft war an zweiter Stelle die Geburt eines Kindes der Grund dafür, dass Frauen und auch Familien Beratung und Unterstützung suchten.

Finanzielle Hilfe können die Beraterinnen aufgrund verschiedener Programme leisten, etwa über die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ oder den Familienplanungs-Fonds des Kreises Höxter.

Neben den individuellen Beratungen und dem zusätzlichen Angebot für Flüchtlingsfrauen und ihre Familien führte das Team 27 Veranstaltungen durch. Dazu gehörten das Müttercafé im Rahmen der Frühen Hilfen und Gruppenprojekte in Schulen und Kindertagesstätten mit sexualpädagogisch-präventiver Thematik.

Die AWO-Beratungsstellen danken dem Kreis Höxter für die finanzielle Unterstützung und allen Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Tag der offenen Betriebstür in Bad Driburg

Am 18.03.17, von 9.00 bis 14.00 Uhr, findet zum ersten Mal in Bad Driburg der „Tag der offenen Betriebstür“ statt. An diesem Tag besuchen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Gesamtschule Bad Driburg-Altenbeken, des Gymnasiums St. Xaver und des Gymnasiums St. Kasper zusammen mit ihren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten Unternehmen vor Ort, um gemeinsam einen Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld zu bekommen.

Die AWO informiert im AWO-Familienzentrum in der Mühlenstraße über Beschäftigungsmöglichkeiten im sozialen Bereich.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Die AWO beteiligt sich auch in diesem Jahr an den Aktionen rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März. Gliederungen und Einrichtungen der AWO sind aufgerufen, an diesem Tag oder im Rahmen der Internationalen Wochen vom 13. – 26. März 2017 mit kreativen Aktionen ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und sich zu beteiligen.

Fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen finden in den letzten Jahren immer mehr den Weg in die Öffentlichkeit. Die Hürden, sich rassistisch zu äußern, sinken auch durch und mit den Sozialen Netzwerken, die für jede Person leicht zugänglich sind. Gut vernetzt kann schnell eine scheinbar große Reichweite erzielt werden. Dadurch, dass Menschen in den Sozialen Netzwerken sich vorwiegend mit Menschen vernetzen, die eine ähnliche politische Meinung vertreten, fühlen diese sich untereinander bestärkt, dass ihre Meinung mehrheitsfähig sei. Die zunächst wertneutrale Eigenschaft des Internets, welches Gespräche zwischen Menschen ermöglicht, wird in diesem Fall missbraucht, um rassistische und damit menschenfeindliche Äußerungen potenziert zu veröffentlichen.

Das Internet gehört aber allen Menschen. Umso wichtiger ist es, in den Sozialen Netzwerken ein Gesicht gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu zeigen. Bereits 2016 hat die AWO ihre Aktion „AWO gegen Rassismus – AWO für Vielfalt!“ sehr erfolgreich während der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ besonders im Netz durchgeführt. Auch 2017 – gerade im Hinblick auf den anstehenden Bundestagswahlkampf – ruft die AWO wieder dazu auf, Stellung gegen Rassismus und für Vielfalt zu beziehen.

Deshalb ermuntert die AWO Euch wieder, Selfies (Bilder oder Videoclips von Euch) unter dem Motto „Ich bin gegen Rassismus“ im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 13. – 26. März 2017 in den Sozialen Netzwerken zu posten, auf denen Ihr Euch mit einem Plakat der Aktion gegen Rassismus bekennt. Alle Informationen und Materialien zu „AWO gegen Rassismus – AWO für Vielfalt“ findet Ihr auf der Webseite www.kampagnen.awo.org.

Darüber hinaus veranstaltet der AWO Bundesverband am Internationalen Tag gegen Rassismus, am 21. März 2017 in Berlin ein Diskussionsforum „Vorurteile, Ressentiments und Populismus“, das mit einem Impulsreferat von Prof. Dr. Wolfgang Benz eröffnet wird. Bei der anschließenden Diskussionsrunde sind Wolfgang Thierse, Britta Hilpert, Andrea Röpke, Britta Schellenberg und Gerwin Stöcken beteiligt.

AWO will weitere Stützpunkte schaffen

Neue Westfälische vom 23.02.2017

Kreis Höxter/Steinheim (nw). Das Präsidium des AWO-Kreisverbandes Höxter, die Vorsitzenden der Ortsvereine und Leitungskräfte trafen sich im AWO-Familienstützpunkt „Alte Post“ in Steinheim. Neben der Wirtschaftsplanung standen auch Diskussionen über die zukünftige Arbeit auf der Tagesordnung. Die AWO plant zum Beispiel in Bad Driburg eine Erweiterung der Räumlichkeiten, um sich im Bereich Senioren qualitativ weiter zu entwickeln. AWO-Familienstützpunkte als Kontakt- und Informationsstellen für Eltern bieten wichtige Hilfen für Familien. Die 2016 in Betrieb genommene Einrichtung in Steinheim sei ein gutes Beispiel der Beratung, Begegnung, Begleitung und Bildung. Die Schaffung weiterer Stützpunkte in der Region ist Ziel des Kreisverbandes.

2017: Soziale Gerechtigkeit stärker in den Fokus rücken!

Die Politik des Jahres 2017 wird ganz im Zeichen der im Herbst stattfindenden Bundestagswahl stehen. Trotz der allgemein guten wirtschaftlichen Lage wird die neu zu wählende Bundesregierung vor großen Herausforderungen stehen. „Es gilt nicht weniger, als die bundesdeutsche Gesellschaft zusammenzuhalten. Es gibt zu viele Menschen, die nicht an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben konnten“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Hinzu kommen gesellschaftliche Entwicklungen, die neue Verteilungsfragen aufwerfen: So wird der demografische Wandel die Sozialwirtschaft in doppelter Hinsicht fordern. Zum einen im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen für ältere Menschen und zum anderen im Hinblick auf den Fachkräftemangel, der in vielen Einrichtungen und Diensten schon heute spürbar ist. Gleichzeitig schotten sich Deutschland und Europa immer weiter ab und die Angst vor Geflüchteten nimmt zu. „Die Antwort kann nur darin liegen, mehr Demokratie zu leben und mehr Vielfalt zu wagen“, betont der AWO Bundesvorsitzende.

Vor diesem Hintergrund fordert die AWO für das Jahr 2017 von den demokratischen politischen Parteien, sich für eine Politik einzusetzen, die die folgenden fünf Kernforderungen umsetzt:

1. Mehr Verteilungsgerechtigkeit schaffen!

Armut und soziale Ausgrenzung müssen in allen Lebenslagen konsequenter bekämpft werden. Dies erfordert einen weiteren Ausbau des Sozialstaates, insbesondere realitätsgerechte Grundsicherungs- und Sozialhilfeleistungen sowie ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum. Gleichzeitig bedarf es einer umfassenden Reform der familienpolitischen Leistungen, die eine konsistente, gerechte und transparente Förderung der Familien sicherstellt. Der zunehmenden Spaltung zwischen Arm und Reich muss durch eine höhere Besteuerung von Reichtum und Vermögen begegnet werden. Darüber hinaus braucht es eine höhere Besteuerung der Kapitalerträge und eine Finanztransaktionssteuer.

2. Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken!

Alle Menschen in unserer Gesellschaft müssen gleiche Rechte und gleiche Chancen haben. Dies erfordert vor allem eine konsequentere Gleichstellung von Frauen und Männern, mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen, eine entschiedene Bekämpfung jeglicher Diskriminierung und ein Eintreten für eine moderne Vielfaltspolitik. Zudem muss das bürgerschaftliche Engagement bessere Rahmenbedingungen erhalten, denn ein breites bürgerschaftliches Engagement ist Ausdruck eines starken Zusammenhalts in der Gesellschaft.

3. Geflüchteten eine Perspektive geben!

Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten müssen, sollen einen umfassenden Schutz und eine Perspektive für ein friedliches und selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft erhalten. Auch dazu benötigen wir ein zukunftsorientiertes Einwanderungsgesetz, das über die reine Fachkräftesicherung hinaus geht und die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft regelt.

4. Soziale Sicherheit gewährleisten!

Unsere Gesellschaft basiert auf dem Ziel von sozialer Gerechtigkeit. Dazu werden starke soziale Sicherungssysteme benötigt, die eine selbstbestimmte Teilhabe und wirtschaftliche Unabhängigkeit in allen Wechselfällen des Lebens garantieren, insbesondere bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Erwerbsminderung, Pflege und im Alter. Die paritätische Finanzierung durch Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen muss als Fundament der Sozialversicherung wiederhergestellt werden. Zugleich muss die Solidarität in unseren sozialen Sicherungssystemen gestärkt werden. Dies erfordert, dass alle Bürger*innen in die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung einbezogen werden. Ebenso muss die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut werden, die den Lebensstandard nach einem erfüllten Erwerbsleben wieder absichert und damit auch vor Altersarmut schützt.

5. In soziale Infrastruktur investieren!

Soziale Sicherheit in einer verunsicherten und älter werdenden Gesellschaft braucht einmal mehr eine funktionierende soziale Infrastruktur im Quartier, von Kindertagesstätten, über Beratungseinrichtungen bis hin zu Seniorenzentren. Damit dies gelingt, bedarf es verstärkter Investitionen in die soziale Infrastruktur. Ihre Entwicklung darf nicht sich selbst oder dem gewinnorientierten Wettbewerb überlassen werden.

Eine wachsende soziale Ungleichheit bedeutet nicht nur eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Die zunehmende Ungleichheit untergräbt den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und entlädt sich in einem Zulauf zu politischen Extremen. Angesichts dieser Entwicklungen wird es Aufgabe der Politik in diesem und in den kommenden Jahren sein, das verloren gegangene Vertrauen der Menschen in den demokratischen und sozialen Rechtsstaat wieder zurückzugewinnen“, zeigt sich der AWO Bundesvorsitzende überzeugt.

Dank an langjährige Mitarbeiterin

Neue Westfälische vom 29.12.2016

Der AWO-Kreisverband Höxter nutzte die letzte Dienstbesprechung im Jahr in der Abteilung „Senioren-Pflege, Betreuung und Unterstützung zu Hause“, um einer Mitarbeiterin im ambulanten Pflegedienst zu danken. So wurde die Abteilungs- und Pflegedienstleiterin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Aljona Gottfried für ihre 20-jährige Mitarbeit geehrt. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kuckuk und der Vorsitzende des Präsidiums, Paul Arens, bedankten sich bei Gottfried für ihre verantwortungsvolle Arbeit für den Kreisverband. Beide bedankten sich ebenfalls bei allen Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz.

Hilfe beim Asylverfahren

Neue Westfälische vom 16.12.2016

Unterstützung: Die Arbeiterwohlfahrt bietet im Nordkreis, Peckelsheim sowie Bad Driburg eine regionale Flüchtlingsberatung an. Die Beratungsstellen sind gut miteinander vernetzt

„Rund um das Thema Flüchtlinge hat sich in den vergangenen Monaten eine Menge entwickelt“, sagt Wolfgang Kuckuk, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Höxter. So bietet auch der AWO-Kreisverband seit den Sommermonaten mehrere regionale Flüchtlingsberatungsstellen an: In Bad Driburg, Peckelsheim und Steinheim können sich Asylsuchende über die gemeinsame Entwicklung einer Aufenthaltsperspektive informieren.

„In Steinheim und Bad Driburg haben wir all unsere Beratungsangebote unter einem Dach“, nennt Kuckuk den Vorteil der neuen Beratungsstellen für diejenigen Flüchtlinge, die bislang noch einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben. So können sich die Asylsuchenden beispielsweise bei der Driburger AWO in der Caspar-Heinrich-Straße über Asylverfahren informieren und sich beim Ausfüllen von Anträgen unterstützen lassen. Falls gewünscht, können sich weibliche Flüchtlinge dort auch an die Schwangerschafts- oder Frauenberatungsstelle wenden.

»In Steinheim und Bad Driburg haben wir all unsere Angebote unter einem Dach«

Denn vor allem im vergangenen Jahr sei die Nachfrage der Schwangerschaftsberatung stark gestiegen, sagt Silke Niggemann-Boffer (AWO): Insgesamt haben 377 Klienten den Weg zur Beratungsstelle gewählt, darunter waren rund 70 schwangere Flüchtlingsfrauen. Bei der AWO erhalten sie viele Infos, beispielsweise zu Kindergartenplätzen, und erhalten darüber hinaus Hilfe bei Traumata.

Nachdem die erste Flüchtlingsberatungsstelle Anfang Juni in den Räumen der AWO in Steinheim eröffnet hat (mit Sprechstunden in Nieheim und Marienmünster), können sich die Asylsuchenden seit August zudem bei der Driburger Arbeiterwohlfahrt beraten lassen. Da es in der Kurstadt auch die zentrale Unterbringungseinrichtung samt Beratungsleistung gibt, konnte dieser Standort schnell um Willebadessen ergänzt werden. „Gerade in Peckelsheim ist der Bedarf sehr groß“, so Daniela Kuhlebrock (AWO). Dort ist bei den Sprechstunden im Sozialamt eine Dolmetscherin dabei, die zwischen der deutschen und syrischen Sprache vermittelt.

Dass die Beratungsstellen, die durch das Landesprogramm „Soziale Beratung von Flüchtlingen“ ins Leben gerufen worden sind, gut angenommen werden, freut auch Iris Wolter, Leiterin des Fachbereichs Integration und Migration des AWO-Bezirksverbandes OWL. Und: „Die Beratung von Flüchtlingen wird eine lange Aufgabe sein, die 2017 sicherlich noch nicht abgeschlossen werden kann“, zeigen sich Wolter und Kuckuk sicher.