AWO-Kreisverband bietet neue Gesprächsreihe an – auch an werdende Väter ist gedacht

Westfalenblatt vom 14.06.2019 – Jürgen Köster

Bad Driburg (WB). Mit einer neuen Reihe von Angeboten will der AWO-Kreisverband werdende Eltern unterstützen. »Abenteuer Eltern sein« hat das Team der Beraterinnen und Berater es überschrieben. Und weil dieses »Abenteuer« für viele bereits im Kreißsaal beginnt, gibt es auch einen Workshop »Rund um die Geburt«.

Immer stärker eingebunden

Dieser richtet sich jedoch ausschließlich an werdende Väter. »Wir haben festgestellt, dass es für diese Personengruppe eigentlich überhaupt keine Angebote gibt. Dabei werden die Männer immer stärker eingebunden – nicht nur durch ihre Anwesenheit im Kreißsaal, sondern beispielsweise auch in der Elternzeit«, berichtet der Diplom-Pädagoge Heiko Köhne. Er leitet den Workshop, der am 20. Juli, um 14 Uhr beginnt. Er verspricht Faktenwissen, anschauliche Tipps und praktische Übungen »in entspannter und überschaubarer Runde«. Fünf bis zehn Männer erwartet er zu diesem Treffen.

»Ein guter Start ins Leben ist für Kinder wichtig«, sagt Kreisgeschäftsführer Wolfgang Kuckuk. Deshalb habe der AWO Kreisverband Höxter seine bereits seit Jahren bestehenden Projekte im Rahmen der Frühen Hilfen um diese Reihe erweitert. Eine Elternschaft sei an viele Herausforderungen geknüpft. Der Bedarf nach Orientierung wachse stetig. Um eine intensivere Unterstützung der werdenden Eltern anbieten zu können, sei die Reihe an Angeboten entwickelt worden. »Wichtig ist bei allen Veranstaltungen aber auch der Austausch untereinander«, beschreibt Kuckuk einen weiteren Effekt, der durch die ungezwungenen Gesprächsrunden ermöglicht werden soll.

Vertrauen fehlt

Es fehle oft schlichtweg das Vertrauen in die diversen Informationen, die Eltern zur Verfügung hätten, weiß Diplom-Sozial-Arbeiterin Silke Niggemann-Boffer. Sie widmet sich in der Gesprächsrunde, die bereits am Montag, 17. Juni, um 16 Uhr beginnt, dem Thema »Bindung«. Diese wendet sich besonders an Schwangere, werdende Eltern und Eltern von Säuglingen. »Was kann ich tun, um eine möglichst gute Bindung zu meinem Kind zu entwickeln?« ist eine der Fragen die dabei beantwortet werden.

Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett geht Mareike Stöver, Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin, Hebamme und erfahrene Mutter von drei Kindern, nach. Diese Runde beginnt am Mittwoch, 11. September, um 15 Uhr. Sie begleitet auch die Schnupperstunde zur Babymassage unter dem Motto »Liebevolle Berührungen – ein Gespräch zwischen Hand und Haut«. Beginn ist am Mittwoch, 10. Juli, um 10 Uhr.

»Von der Beziehung zur Erziehung« ist der Kursus betitelt, den die Diplom-Sozialpädagogin Stefanie Wiedemeier und der Diplom-Sozialpädagoge Winfried Lensdorf am 10. Oktober leiten. Beginn ist um 19 Uhr. Dabei geht es um Themen wie »Erziehungsziele«, »Gefühle erkennen und benennen« und »Grenzen angemessen setzen«.

Sexualerziehung

Der Sexualerziehung im Vorschulalter widmet sich eine Gesprächsrunde »Körper, Liebe, Doktorspiele« am Dienstag, 27. August, um 19.30 Uhr. Die Diplom-Sozialarbeiterinnen Beate Knievel-Boraucke und Silke Niggemann-Boffer gehen Fragen nach wie: Was sind Ausdrucksformen kindlicher Sexualität? Wie kläre ich mein Kind altersgerecht auf? Welche kindlichen Verhaltensweisen sind normal und wie sollten Eltern angemessen darauf reagieren? Alle Veranstaltungen finden bei der AWO in Bad Driburg statt.

Neue Westfälische vom 13.06.19 – Burkhard Battran

Der AWO-Kreisverband bietet in Bad Driburg eine neue Info-Reihe für werdende Mütter und Väter und junge Familien an

Bad Driburg. Ein guter Start ins Leben ist für Kinder wichtig. Deshalb erweitert der AWO-Kreisverband seine Angebote um eine neue Seminarreihe. Unter dem Titel „Abenteuer Eltern sein – Angebote von Anfang an” bietet der AWO-Kreisverband an seinem Standort in Bad Driburg zwischen Juni und Oktober sechs Gruppenveranstaltungen für junge und werdende Eltern an.

„Wir stellen in unseren Beratungsterminen eine wachsende Nachfrage aus dem Bereich der frühen Hilfen fest und haben uns überlegt, einige Themenschwerpunkte in einer lockeren und ungezwungenen Umgebung der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens neu aufzubereiten”, sagt AWO-Beraterin Silke Niggemann-Boffer.

Auftakt ist am 17. Juni

In der Auftaktveranstaltung am Montag, 17. Juni, 16 Uhr, mit dem Titel „Sicher gebunden – ein Schatz fürs Leben” referiert Sozialarbeiterin Silke Niggemann-Boffer über positive Bindungsmuster. „In dieser Themenreihe soll es auch darum gehen, dass junge Familien in ähnlichen Situationen einander kennenlernen und sich miteinander austauschen können”, betont AWO-Geschäftsführer Wolfgang Kuckuk.

Die Reihe in Bad Driburg ist als Pilotversuch gedacht. „Wenn das gut angenommen wird, werden wir die Reihe auch an anderen AWO-Standorten anbieten”, sagt Kuckuk. Der besseren Planung wegen werden Teilnehmer gebeten, sich per Tel. (0 52 53) 9 35 02 18 oder E-Mail: skb-driburg@awo-hoexter.de anzumelden. Es wird ein Kostenbeitrag von drei Euro erhoben. Die Kurse dauern jeweils etwa 90 Minuten.

Kennenlernen von Babymassage

Die zweite Veranstaltung am Mittwoch, 10. Juli, 10 Uhr, dient dem Kennenlernen von Babymassage. „Sie kann bei Blähungen, Schlafstörungen und Schreckhaftigkeit Linderung verschaffen und nach einer schweren Geburt helfen, das innere Gleichgewicht wieder zu finden”, sagt Hebamme und Sozialpädagogin Mareike Stöver. Dieser Termin richtet sich an junge Mütter mit Kindern zwischen zwei und sechs Monaten.

Der dritte Termin am Samstag, 20. Juli, 14 Uhr, ist nur für Männer. Besser gesagt für werdende Väter. Diplom-Pädagoge Heiko Köhne wird über praktische Übungen, Faktenwissen und anschauliche Tipps rund um die Geburt referieren.

Sexualerziehung im Vorschulalter

Um Sexualerziehung im Vorschulalter geht es am Elternabend am Dienstag, 27. August, 19.30 Uhr. Die Sozialarbeiterinnen Beate Knievel-Boraucke und Silke Niggeman-Boffer stehen den interessierten Müttern und Vätern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Dezidiert an Schwangere richtet sich der Termin am Mittwoch,11. September, 15 Uhr. Die Hebamme und Sozialpädagogin Mareike Stöver wird in lockerer Gesprächsrunde Fragen rund um Geburt und Wochenbett beantworten.

Abschluss mit Elternabend

Ein Elternabend mit dem Thema „Von der Beziehung zur Erziehung” beendet am Donnerstag 10. Oktober, 19 Uhr, die Seminarreihe. „Die Auseinandersetzung mit den Fragen soll das Selbstvertrauen in die eigenen Kompetenzen verbessern”, erklärt Referentin Stefanie Wiedemeier, die den Abend gemeinsam mit Sozialpädagoge Winfried Lensdorf gestalten wird.

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Zur Weihnachtsfeier des AWO-Ortsverein Bad Driburg im „Braunen Hirschen“ bekamen die Senioren ganz besonderen Besuch. Zu Beginn des Nachmittages kamen Kinder aus dem Kindergarten Reelsen zu einer Aufführung vorbei. Sie hatten Lieder eingeübt und diese mit selbstgebastelten Teelichtgläsern in den Händen vorgetragen. Mit der dadurch entstehenden Stimmung ist es gelungen, sehr schön auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen. Zum Schluss durften sich die Senioren Lieder wünschen und fehlen durfte natürlich nicht „O Tannenbaum“. Als die Kinder im Anschluss noch jedem Besucher ein selbstgebasteltes Licht schenkten, war die Begeisterung perfekt. Alle waren sich einig, dass dieser Auftritt nicht so schnell vergessen wird.

 

AWO sucht engagierte, junge Menschen

Die AWO im Kreis Höxter bietet ab dem Sommer 2018 in Bad Driburg, Borgentreich und Steinheim jungen Menschen wieder die Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bzw. einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu absolvieren.
Die Freiwilligendienste beim AWO-Kreisverband Höxter können vor allen Dingen im pädagogischen Bereich geleistet werden. Die Einsatzbereiche richten sich nach den Interessen der jungen Menschen. Tätigkeitsbereiche sind z. B. vor allen Dingen die pädagogische Arbeit mit Schulkindern bzw. in Spielgruppen für Kinder.
Für die Tätigkeit wird ein monatliches Taschengeld gezahlt. Weitere Sachleistungen sind möglich. Für die Zeit des Freiwilligendienstes besteht eine Sozialversicherungspflicht. Zum FSJ und BFD gehört eine pädagogische Begleitung in Form von Seminaren, die der fachlichen Anleitung und der Persönlichkeitsfindung dienen sollen.
Die AWO sieht die Freiwilligendienste als gute Möglichkeit im pädagogischen Bereich sinnvolle soziale Erfahrungen zu sammeln.
Darüber hinaus stehen Plätze für Praktika im Zusammenhang mit verschiedenen Schulausbildungen (z. B. FOS, Erzieherinnen-Ausbildung) zur Verfügung.

Informationen gibt es beim Kreisverband der AWO in Bad Driburg, Tel. 05253 93 50 210

Der AWO-Seniorentreff im Begegnungszentrum (Caspar-Heinrich-Straße 15 in Bad Driburg) bietet pro Woche zwei regelmäßige Veran­staltungen an. Ab sofort findet jeden Dienstag »Kaffee und Klönen« mit Ku­chen, Kaffee und kühlen Getränken sowie jeden Donnerstag ein Spielenachmittag mit Kaffee und kühlen Getränken statt. Beide Veranstaltun­gen sind in der Zeit von 14.30 bis 17 Uhr. Auch Interessierte, die noch nicht AWO-Mitglieder sind, können teilnehmen. Bei beiden Veranstaltungen wird ein Unkostenbeitrag vor Ort eingesammelt.
Nähere Informationen bei Nicole Hansel unter Telefon 05253 93 50 216.

Bilanz: AWO-Beratungsstellen im Kreis Höxter stellen ihren Jahresbericht für 2017 vor.
In 20 Jahren ist das Team gewachsen, die Angebote noch stärker vernetzt

Neue Westfälische vom 27.04.2018
Von Silke Riethmüller

Bad Driburg. Im Oktober 1997 wurde die Beratungsstelle für Schwangerschaft, Partnerschaft und Sexualität der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegründet. “Das war damals im Kreis Höxter schon etwas Besonderes, dass es eine solche Beratungsstelle gab”, erinnert sich Kreisgeschäftsführer Wolfgang Kuckuk. In den vergangenen 20 Jahren hat die AWO weitere Beratungsstellen dazubekommen, das Team ist gewachsen, Synergieeffekte sind entstanden, die einzelnen Angebote wurden miteinander vernetzt. “Wir können also inzwischen auf einige Erfahrungen verweisen”, betont Kuckuk.

Im Jahr 2017 führten die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Partnerschaft und Sexualität 1.345 Beratungsgespräche. Die Zahl der Ratsuchenden ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Insgesamt hätten 446 Personen (2016: 460) die Hilfe der AWO-Beratungsstellen in Anspruch genommen. Die meisten davon waren Frauen, 26 Ratsuchende waren männlich. 293 waren Deutsche, davon hatten 63 einen Migrationshintergrund. 151 Ratsuchende besaßen eine andere Staatsangehörigkeit.

In der Konfliktberatung wurden 58 Gespräche mit 53 Frauen geführt. Der größte Anteil sei zwischen 27 und 34 Jahren alt gewesen, gefolgt von der Altersgruppe der 22 bis 26-Jährigen. Zwei Klientinnen waren zum Zeitpunkt der Beratung noch minderjährig. Im Vergleich zu 2016 (60 Frauen/64 Beratungsgespräche) war die Schwangerschaftskonfliktberatung im vergangenen Jahr leicht rückläufig. “Als Hauptgründe für einen Schwangerschaftsabbruch wurden von den Frauen eine schwierige körperliche oder psychische Verfassung genannt, gefolgt von einer finanziell sehr schwierigen Lebenssituation”, erklärt Beate Knievel-Boraucke vom Team der AWO-Beratungsstelle in Bad Driburg. Wirtschaftliche Armut spiele also weiterhin eine große Rolle bei der Entscheidung. “Sehr viele Frauen können von der guten wirtschaftlichen Lage in unserem Land nicht profitieren”, bedauert die Diplom-Sozialarbeiterin.

Die Gruppe der alleinerziehenden Mütter sei zudem deutlich größer geworden. Auch im Jahr 2017 sei die Bundesstiftung “Mutter und Kind” daher eine wichtige Hilfe für schwangere Frauen in einer Notsituation gewesen, 134 Schwangere erhielten eine finanzielle Unterstützung aus diesen Mitteln, darunter 33 Flüchtlingsfrauen. Seit November 2015 ist es für Schwangere in Erstaufnahmeeinrichtungen möglich, einen Antrag bei der Bundesstiftung zu stellen. “Auch schwangere Frauen, die in den zugewiesenen Städten ihr Asylverfahren abwarten, können eine finanzielle Unterstützung durch die Stiftung erhalten”, so Isabell Schröder. Die Erziehungswissenschaftlerin ist seit September 2016 mit im Team der Beratungsstelle und berät geflüchtete Frauen in Bad Driburg.

Die durchschnittliche Hilfe betrug 456 Euro. “Im Vergleich zu 2016 wurden im vergangenen Jahr 28 Anträge mehr gestellt”, sagt Diplom-Sozialpädagogin Silke Niggemann-Boffer. Dies zeige, dass immer mehr Schwangere über ein sehr geringes Einkommen verfügen. 42 Frauen erhielten über die AWO zudem Mittel aus dem Familienplanungsfond des Kreises Höxter als Zuschuss für ein Verhütungsmittel, wie Hormonspirale oder die Pille.

Neben der Vermittlung einer finanziellen Unterstützung benötigten aber auch immer mehr Eltern und Familien aufgrund gestiegener Belastungen effektive und längerfristige Begleitung in ihrer ganz speziellen Lebenssituation. “Die Problemlagen sind viel komplexer geworden”, betont Niggemann-Boffer.

Ein immer wichtiger werdendes Thema sei zudem Gewalt gegen Frauen. “Eine Schwangerschaft oder die Geburt eines Kindes können der Auslöser einer Gewaltspirale sein”, weiß Mareike Stöver von der AWO-Frauenberatungsstelle für den Kreis Höxter. Seit Januar 2017 verstärkt die examinierte Hebamme und Sozialpädagogin stundenweise das Team der Schwangerenberatungsstelle. “Es ist also wichtig, dass die Gesellschaft bei diesem Thema noch genauer hinsieht und hinhört”, unterstreicht Stöver.

“Die Teams in unseren Beratungsstellen leisten eine großartige Arbeit”, betont auch AWO-Kreisvorsitzender Paul Arens. Dafür gebühre ihnen ganz besonderer Dank und Anerkennung.

Der AWO-Ortsverein Bad Driburg bietet am Mittwoch, 23.05.18, eine Fahrt nach Herstelle an.  Nach Besichtigung des Papageienhofes geht es weiter zum Kaffeetrinken in das Bauernhofcafé Erlenhof. Los geht es ab 12.30 Uhr mit dem Bus ab Rathaus Bad Driburg und den dann folgenden bekannten Haltestellen. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Nähere Informationen und Anmeldung ab sofort bei Gisela Galli Tel. 05253 – 3607.

Sozialverband mit Herz und Profil

Rückblick: Vor 25 Jahren wurde der AWO-Kreisverband Höxter als eingetragener Verein gegründet.
Seither haben sich Angebote, Aufgaben und Herausforderungen gewandelt

Neue Westfälische vom 22.12.2017
Von Silke Riethmüller

Kreis Höxter. Ein Vierteljahrhundert besteht der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt nun im Kreis Höxter. Ein Grund, die vergangenen 25 Jahre Revue passieren zu lassen und zu schauen, was sich von den Anfängen bis heute entwickelt und verändert hat.

Bereits in den 1950er Jahren gab es vereinzelte Aktivitäten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Höxter, bis Ende der 70er Jahre gestalteten die Ortsvereine zum Beispiel in Höxter und Beverungen die Angebote. “Erst ab den 1980er Jahren nahmen die AWO-Aktivitäten kreisweit so richtig Fahrt auf”, weiß Kreisgeschäftsführer Wolfgang Kuckuk. Im Januar 1982 schlossen sich die Ortsvereine Höxter, Beverungen, Brakel, Bad Driburg, Warburg, Lüchtringen und Steinheim zu einem Kreisverband zusammen, zunächst als Gliederung des damaligen AWO-Bezirksverbandes östliches Westfalen in Bielefeld. Zehn Jahre später gründete sich dann der AWO-Kreisverband als eingetragener Verein.

Die Geschäftsstelle befand sich damals (1992) noch an der Höxteraner Gartenstraße. Vorsitzender war Heinz Göhlmann, als Geschäftsführer fungierten Wilfried Brexel und später Detlef Stall. Zu den Angeboten des Kreisverbandes zählten Beratungsangebote (Sozial- und Seniorenberatung, Aussiedlerberatung), Ferienangebote und Kuren, Hausaufgabenbetreuungen – “zu der Zeit gab es noch keine Ganztagsschulen”, sagt Wolfgang Kuckuk – der Mobile Soziale Dienst, Arbeitslosenberatung und Arbeitslosenprojekte (bis 2003) sowie das Kleider- und Möbellager in Peckelsheim mit angeschlossener Werkstatt (bis 2004). “Die Einführung der Pflegeversicherung als eigenständiger Teil der Sozialversicherung hat ab 1995 einen Wandel in der Arbeit mit Senioren eingeleitet und diesen Bereich innerhalb des Kreisverbandes stark geprägt. Dadurch war die gesetzliche Basis für den Aufbau unseres Ambulanten Pflegedienstes gelegt”, betonen Kuckuk und Präsidiumsvorsitzender Paul Arens.

Mit dem Umzug der Geschäftsstelle nach Bad Driburg begann 1997 eine neue Zeitrechnung für die AWO im Kreis Höxter. “Das Haus an der Caspar-Heinrich-Straße wurde mit viel Eigenleistung eingerichtet”, erinnert sich Kuckuk. Hier sind unter anderem der Mobile Soziale Dienst sowie die Beratungsstelle für Schwangerschaft, Schwangerschaftskonflikte und Sexualität beheimatet.

Neben der Erweiterung des bestehenden Beratungsangebotes und dem Aufbau weiterer Standorte im Kreis, sind seit 1998 vor allem die Angebote in den Bereichen Jugendhilfe und Soziale Arbeit in den Schulen stark gewachsen. Die AWO engagiert sich aktuell an 23 Schulen kreisweit, zum Beispiel in der Nachmittagsbetreuung. “Dieser Bereich ist momentan der mit den meisten Mitarbeitern und auch der Bereich, der am schnellsten gewachsen ist in den vergangenen Jahren”, sagt Kuckuk.

»Sie alle sind stets mit viel Herzblut dabei«

Im Kreisgebiet gibt es inzwischen acht AWO-Ortsvereine, in denen sich rund 400 Mitglieder engagieren. In den Einrichtungen und Diensten der AWO sind kreisweit 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. “Wir sind ein moderner Sozialverband mit besonderem Profil. Mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen setzt sich die AWO für eine sozial gerechtere Gesellschaft ein”, betont Kuckuk. Wie die Gesellschaft haben sich auch die Herausforderungen an die Sozialverbände in den vergangenen 25 Jahren gewandelt. “Vieles ist nicht immer planbar, die Dinge entwickeln sich”, so Kuckuk. Wichtigstes Merkmal der Entwicklung der AWO im Kreis Höxter sei sicher eine zunehmende Professionalisierung. “Neben der professionellen Arbeit, die unsere Mitarbeiter leisten, sind sie alle aber auch stets mit viel Herzblut dabei”, unterstreicht Paul Arens. Damals wie heute gelte das für alle, die sich innerhalb des Kreisverbandes engagieren – ob hauptamtlich oder in ihrer Freizeit.

Der AWO-Kreisverband Höxter ehrte bei einem gemütlichem Beisammensein nach der für dieses Jahr letzten Dienstbesprechung des Bereiches „Mobiler Sozialer Dienst” der Abteilung „Senioren-Pflege, Betreuung und Unterstützung zu Hause”, eine langjährige Mitarbeiterin aus der häuslichen Betreuung.
Der Vorstandsvorsitzende Herr Kuckuk bedankte sich bei Edeltraud Gockel mit einem Blumenpräsent und einer Urkunde für ihre 10-jährige Mitarbeit beim AWO-Kreisverband Höxter. „Sie haben in Ihren Dienstjahren verschiedene Aufgaben übernommen und haben sich immer verlässlich eingebracht. Dafür übermittle ich Ihnen – auch im Namen des Präsidiums – unseren ganz herzlichen Dank”, betonte Herr Kuckuk

Westfalenblatt vom 11.11.2017

Neuer Anbau in AWO-Begegnungsstätte für Pflegebereich

Bad Driburg (tig). Pflege braucht Planung, und Planung braucht Platz – den hat sich der AWO Ortsverein Bad Driburg jetzt geschaffen. Ein Anbau auf der ehemaligen Terrasse der Begegnungsstätte soll zukünftig als Besprechungs- und Planungsraum genutzt werden. Außerdem kann der AWO-Altentreff dort besser als zuvor zusammenkommen – den obligatorischen »Rollatorparkplatz« gibt’s auch.

Ein halbes Jahr Bauzeit haben der Anbau und die Umstrukturierung der anschließenden Räume benötigt. Anstatt der zwei großen Büros gibt es dort zwei kleinere sowie eine Küche, in der Platz für Gehhilfen eingeplant wurde.

»Die Zahl der bedürftigen älteren Menschen steigt stetig an. Der Entwicklung müssen auch wir uns anpassen«, sagte Kreisverbands-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kuckuck bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten am Freitag.

Da ein großer Anteil älterer und pflegebedürftiger Menschen bis ins hohe Alter in einer vertrauten Umgebung leben wolle, müssten die entsprechenden Unterstützungsleistungen daher vor Ort gewährleistet werden. Also hat der AWO-Kreisverband die Leistungen für Senioren in einer eigenen Abteilung zusammengefasst. Diese befindet sich nun im Erdgeschoss der Bad Driburger AWO-Begegnungsstätte.

Das Team der Abteilung Pflege wird seit März dieses Jahres durch den zusätzlich eingestellten Pflegedienstleiter Marian Suska verstärkt. Der Kreisverband hat außerdem einen Fachdienst für Inklusion eingerichtet. Die Koordinationsfachstelle für Schulbegleitungen unterstützt Familien mit Kindern, die aufgrund einer Behinderung oder Entwicklungsstörung beim Schulbesuch eine Begleitung benötigen. Schwerpunkte dabei sind die Unterstützung der Eltern bei Antragstellungen und die Kooperation mit Schulen und Kostenträgern. Seit 20 Jahren gibt es die AWO als Anlaufstelle für Bedürftige in Bad Driburg.