Jubiläum: Neujahrsempfang der Arbeiterwohlfahrt im Historischen Rathaus in Höxter mit vielen Ehrengästen

Neue Westfälische vom 14.01.2019

Von Thomas Kube

Höxter. 100 Jahre Menschlichkeit, Toleranz und Hilfe zur Selbsthilfe feierte der Kreisverband Höxter der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit einem Neujahrsempfang und mehr als 80 Gästen im Historischen Rathaus in Höxter. In diesem Jahr wird die AWO in Deutschland genau 100 Jahre alt.
Während der Feierstunde betonte Kreisdirektor Klaus Schumacher, dass die Wohlfahrtsverbände aus Deutschland nicht mehr wegzudenken seien. Die AWO sei neben anderen Organisationen einer der größten Vertreter dieser Verbände deutschlandweit. Sie biete allen Menschen Hilfe an, die sie benötigen, insbesondere aber für ältere Menschen, Familien und junge Menschen. Die zahlreichen ehrenamtlichen AWO-Mitarbeiter im Kreis Höxter legten eine besondere Motivation an den Tag, sagte Schumacher.
In der Stadt Marienmünster habe sich erst im November 2018 ein neuer Ortsverein gegründet. Die Mitgliederzahlen der Organisation würden zudem steigen, weiß der hauptamtlich tätige erste Vorsitzende Wolfgang Kuckuk vom AWO-Kreisverband Höxter zu berichten. Zu dem Neujahrsempfang, der erstmalig in dieser Form stattgefunden hat, begrüßte Kuckuk neben dem Kreisdirektor die Bürgermeister des Kreises Höxter, die Vertreter aller Parteien sowie die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter der AWO sowie anderer Wohlfahrtsorganisationen.
Als Sprecher der Bürgermeister im Kreis Höxter dankte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln der AWO auch im Namen seiner Kollegen. Das Wirken der AWO kennzeichne ein hohes Maß Mitmenschlichkeit und Empathie. 100 Jahre leiste sie nun schon Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen für Menschen. “Viele Bürger im Kreis Höxter haben davon in den vergangenen Jahren profitiert. Viele haben einen der Betreuungsdienste in Anspruch genommen, sei es die Kita oder die häusliche Pflege. Viele haben auch eine Beratungsstelle aufgesucht oder das Kur- und Erholungsangebot genutzt”, sagte Stickeln. Nach seiner Rede überreichte Stickeln eine Geldspende für die Sozialarbeit, die er an den Kreisvorsitzenden Wolfgang Kuckuk und den Vorsitzenden des Präsidiums, Paul Arens, übergab.

Als Hilfsorganisation für sozial bedürftige Menschen gegründet

Thorsten Klute vom AWO-Bezirksverband Ostwestfalen ließ die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt Revue passieren. Im Dezember 1919 wurde die Arbeiterwohlfahrt nach dem Ersten Weltkrieg als Hilfsorganisation für sozial bedürftige Menschen gegründet. Seit dieser Zeit habe die Organisation den Diktaturen getrotzt. im Dritten Reich und in der DDR war sie für viele Jahre sogar verboten, berichtete Klute. Nach diesen diktatorischen Systemen gab es immer wieder einen Neuanfang. Geprägt sei die AWO aber vor allem durch starke Frauen, die nach den Weltkriegen tragende Rollen übernommen hätten.
Die Geschichte der AWO konnte in einer kleinen Stellwand-Ausstellung im Ratssaal nachgelesen werden. Die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität würden aber auch noch heute die AWO auszeichnen. Der AWO-Kreisvorsitzende Kuckuk warb auch für neue Mitglieder. In der AWO würden sich Menschen engagieren, um anderen Menschen zu helfen und die Zukunft sozial zu gestalten. Die Arbeiterwohlfahrt biete allen Hilfe an, die sie benötigen, und unterstütze sie dabei, ihr Leben eigenständig und verantwortlich zu gestalten.
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung nutzten die Ortsverbände die Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen und kennenzulernen – zu musikalischer Unterhaltung von Toni Kaltenberg aus Reelsen mit seiner Gitarre.